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1934 bei seinem Eintritt in die Praemonstratenserabtei Tongerlo in Belgien erhielt der 21jährige Holländer Philippus van Straaten den Ordensnamen Werenfried was soviel bedeutet wie „Kämpfer für den Frieden“. Niemand ahnte, dass dieser Name schon bald zum Programm und Ausdruck einer großen, authentischen Lebensleistung werden sollte. 1948 kam er das erste mal nach Königstein und war beeindruckt und gerührt vom Elend und Schicksal der Vertriebenen. Mit Phantasie, Energie und Tatkraft gründete er die Bewegung der „Rucksackpriester“, die mit Fahrrädern die versprengten heimatlosen Christen in Deutschland besuchten und ihnen Halt und Hilfe boten. Bald wurden sie mit gespendeten Motorrädern ausgestattet, schließlich mit Volkswagen, später mit Kapellenwagen und um 1954 mit „Fahrenden Kirchen“, Lastzüge, die mit Hilfsgütern beladen waren und ausklappbare Altäre hatten, an denen die hl. Messe gefeiert werden konnte. So erreichte die „Ostpriesterhilfe“ von Königstein aus die zerrissenen Gemeinden und entwurzelten Heimatvertriebenen in der Diaspora in ganz Deutschland und Osteuropa. Werenfried gründete den internationalen Bauorden, dem Handwerker vorübergehend beitreten konnten und Aufbauarbeit in ganz Europa und den Entwicklungsländern leisteten. Aus der Ostpriesterhilfe wurde eine weltweit verbreitete Organisation, die den Namen „Kirche in Not“ trägt und sein Hauptquartier in Königstein hat. Seine Fähigkeit, für die Notleidenden und Schwachen Nahrungsmittel und Hilfsgüter zusammenzutragen und zu verteilen, brachte ihm den liebevoll gemeinten Namen „Speckpater“ ein, unter dem er weltbekannt wurde. Freundschaft und kongeniale Geisteshaltung verband ihn mit Adolf Kindermann bei der Bearbeitung und Bewältigung der Integration der Vertriebenen die vom Zentrum Königstein ausging. Sein Werk „Kirche in Not“ hat ihn überlebt und arbeitet erfolgreich in aller Welt von Königstein aus. Er ist 2003 im Alter von 90 Jahren gestorben und wurde in einem Ehrengrab auf dem Königsteiner Friedhof beerdigt.
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