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Bischof Maximilian Kaller (1880–1947) stammt aus Beuthen in Oberschlesien und war Bischof von Ermland, einer katholischen Enklave im überwiegend evangelischen Ostpreußen. Der umtriebige und beliebte Bischof wurde von den Nazis drangsaliert wegen seiner klaren Haltung gegen das Regime. So bot er sich 1942 freiwillig an, die Seelsorge im KZ Theresienstadt zu übernehmen, was ihm nicht erlaubt wurde. Gegen seinen Willen wurde er 1945 vor der nahenden Front von der SS nach Danzig und später nach Halle gebracht. Unter Lebensgefahr kehrte er nach dem Zusammenbruch in seine von Russen besetzte Diözese zurück um zu erleben, dass ihn der polnische Kardinal Hlond zum Rücktritt zwang.
Als Vertriebener kam er mit seinen Ermländern nach Frankfurt, wurde zum päpstlichen Sonderbeauftragten für die heimatvertriebenen Deutschen ernannt und gründete in Königstein ein Zentrum der Vertriebenenarbeit, einen Sammelplatz für die Flüchtlinge, die vegetierenden Vertriebenen und versprengten Kriegsgefangenen. Aus dieser Einrichtung ging später das „Albertus Magnus Kolleg“ mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule und die „Königsteiner Anstalten“ hervor.
Aus Sorge um seine übergroße Aufgabe ist er aus Erschöpfung am 7.7.1947 in Königstein unerwartet gestorben und wurde hier beerdigt. Sein Grab befindet sich hinter der St. Marienkirche in Königstein. Neben ihm wurde Weihbischof Adolf Kindermann begraben.
Der Seligsprechungsprozess wurde 2003 eingeleitet.
Sein Wahlspruch war:
„Caritas Christi urget me“
– die Liebe Christi drängt mich, ein Grundsatz, den er gelebt hat.
